Campact-Unterschriftenaktion: Kopfpauschale stoppen!

Die Gesundheitskosten steigen und steigen, schon heute ist im Vergleich zu “früher” z.B. kaum ein Mittel gegen Atemwegsinfekte diverser Güteklassen noch Leistung der GKV – die Beiträge wurden dennoch vereinheitlicht angehoben und sollen weiter steigen.

Wasser- oder Schrumpfkopf? Egal, pauschal!

Wenn es nach unserem werten Gesundheitsminister Rösler geht, vorerst um pauschal 29,- EUR / Kopf auf die eh schon gestiegenen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung, gleich, über welches Einkommen man verfügt.

Vom Solidaritätsprinzip kann schon seit Langem nicht mehr die Rede sein, ein Ende sozialunverträglicher Neuerungen ist nicht in Sicht! :(

Mal davon ab, dass schon die Beitragsbemessungsgrenze der GKV im Rahmen eines sozialen Staatssystems nichts zu suchen hat, soll der Beitrag für die Krankenversicherung in Zukunft, wenn es nach Rösler und Konsorten geht, gänzlich pauschalisiert werden, d.h., dass es herzlich egal ist, ob man im Jahr 18.000 EUR oder 180.000 EUR verdient – der Beitrag bleibt der gleiche!

Wie immer im wahren Leben: Die Kleinen bleiben auf der Strecke.

Auch Röslers Plan, die GKV mit den Pharmaherstellern direkt verhandeln zu lassen, hinkt an allen Ecken und Kanten – eine kleine mitgliederschwache Krankenkasse hätte keinen großen Handlungsspielraum, welchen Pharmariesen interessieren schon “eine handvoll” Mitglieder? Dann lieber mit den großen ordentliche Rabatte aushandeln…

Stattdessen müsste ein Ausschuss geschaffen werden, in dem ein Vertreter je Krankenkasse (gleich welcher Größe) sitzt – jeder Vertreter hätte gleiches Stimmrecht, nur so wäre die GKV ein ebenbürtiger Verhandlungspartner gegenüber den Pharmaunternehmen.

Vom Ansatz her gut, jedoch in den Ausführungen ebenso erbärmlich wie die Kopfpauschale, sei es nun die “Wasser”- oder “Schrumpfkopf”-Pauschale, ist Röslers Vorhaben, dass Pharmaunternehmen nachweisen müssen, warum ihr vermeintlich “neues” Präparat (z.B. mit einem einzelnen zusätzlichen mitunter wirkungsarmen bis -losen Wirkstoff) um etliches teurer sein darf als die bisher auf dem Markt verfügbaren Präparate. Ein Beispiel von vielen ist ein “neues” Präparat aus der Gruppe der Statine (der genaue Name fällt mir leider nicht ein), vergleichbar mit z.B. Simvastatin, einem Cholesterinsenker, der über 200 EUR kostet im Vergleich zu 15 EUR für die gleiche Dosis Simvastatin.

Kennt ihr den Film “Team America”? Bedrohlicher als Hans Blix’ Geschwafel dort gegenüber Kim Jong Il ist Röslers Vorhaben für die Pharmariesen sicherlich nicht… O_o

Kurzer Exkurs

Für das überteuerte “neue” Statin-Präparat werden die Kosten irrwitzigerweise von der GKV getragen!

Während also bei den Statinen durchaus günstige wirksame Lösungen existieren (fragt mal meine Omama, die nimmt Simvastatin und es hilft!) und die GKV überteuerte Präparate von zweifelhafter angeblich effizienterer Wirkweise zahlt, kämpfen an anderer Stelle Menschen, die durch die meist einzige vollständig von der GKV getragene Medikation gegen Schilddrüsenunterfunktionen weitere oder zumindest keine Linderung ihrer vorhandenen Beschwerden erfahren! Manche gesetzlichen Krankenkassen BETEILIGEN sich an den Kosten für Armour (Schweinethyroxin) und Co., manche nicht.

Komm auf’n Punkt…!

Worauf Frau von und zu “Lange Rede, kurzer Sinn” (ich ;o)) hinaus will, ist die richtige & wichtige

Online-Aktion von Campact

Mitmachen – Kopfpauschale stoppen!

Die Unterschriftenliste wird Gesundheitsminister Philipp Rösler, Finanzminister Wolfgang Schäuble sowie dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer übermittelt.

Aktuell haben sich schon über 77.000 Menschen an der Aktion beteiligt.

So und nu Sendeschluss hier an dieser Stelle. ^_^

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