Ich nehm NEM… ;o)

Dieser Beitrag entstand in den Grundzügen irgendwann in 2008, ich habe ihn in einigen Passagen ergänzt.

Nahrungsergänzungsmittel sind für gesunde Menschen eigentlich meist überflüssig, von Apothekenpräparaten mit medizinischen Nährstoff-Dosierungen ganz zu schweigen.

Dementsprechend hatte ich bis Ende 2007 bis auf Kieselerde und Calcium für meine rilligen dünnen Fingernägel vor Ausbruch meiner Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis) mit Nahrungsergänzungsmitteln, kurz NEM, keinerlei Berührung.

A. habe ich aber die Hashi nunmal + B. wurden bei mir Nährstoff-Mängel festgestellt, weshalb ich nu einige NEM einnehme. *nemnehm* :D

Selen
hemmt die Schilddrüsen-Antikörper und soll zudem die Umwandlung von t4 – Thyroxin in t3-Triiodthyronin fördern.

Zwar sind meine Antikörper gleich geblieben, aber gestiegen sind sie auch nicht, was ohne Selen durchaus hätte passieren können.

Seitdem ich das Selen einnehme, haben sich mein ft3 und ft4 auch beide schön verhältnismäßig eingetrudelt – ganz so, wie es optimalerweise sein sollte.

Zink
ist u.a. wichtig für die Funktion der Schilddrüsenhormone, hemmt die Infektanfälligkeit und verbessert die Wundheilung.

Ich kann nur alle 3 grad aufgeführten Punkte bestätigen – ich nehme Zink seit Anfang 2008 und seitdem bekomme ich wesentlich weniger Infekte, sie fallen wesentlich milder aus und sind besser zu be”kämpfen”, meine – vorher ne ganze Zeit lang enorm bescheidene – Wundheilung ist nu wieder völlig i.O. – und meine Schilddrüse ist mittlerweile auch enorm brav. ;)

Eisen
2008 wurde durch eine Blutabnahme festgestellt, dass ich u.a. einen Eisenmangel habe.

Von den Symptomen eines Eisenmangels waren denn auch so einige meine:
Blässe, Brüchigkeit, Rillenbildung, Mundwinkelrisse rund 4-6 Monate im Jahr, diffuser Haarausfall, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen.

Nu ist mein Eisen nach 6 Monaten allein durch ein relativ niedrig dosiertes Drogeriepräparat zwar schon gestiegen, aber optimal ists noch nicht gewesen, weshalb ich die Dosis nu schlicht erhöht habe.

Vitamin B9 – Folsäure
Auch hier wieder ein Mangel bei mir – auch B9 nehme ich bereits seit 2008, erst in einem Kombipräparat mit Eisen, mittlerweile als Monopräparat.

Der Folsäurebedarf ist, wenn frau die Pille nimmt, erhöht – was bei mir der Fall ist.

Ebenso ein erhöhter Bedarf besteht bei Arteriosklerose – der vorsichtige Verdacht wurde bei mir ja auch geäußert, zumal meine Eltern beide darunter leiden.

Folsäure senkt den Homocystein-Spiegel, einen Risikofaktor für Gefäß-Erkrankungen.

Vitamin B12 – Cobalamin
Auch hier wurde ein Mangel bei mir übers Blut festgestellt – auch B12 nahm ich erst in Tablettenform in einem Kombipräparat mit Eisen, Folsäure und B12, dann als Monopräparat.

Mittlerweile ist der Verdacht auf eine perniziöse Anämie erhärtet, ursächlich müsste von der Ausschluss-Theorie her bei mir aber der Darm und nicht der Magen sein, denn letzterer wurde Ende 2009 als “Ort des Geschehens” ausgeschlossen.

Ergo bin ich mittlerweile mit B12 als Injektionen (in Form von Hydroxocobalamin) dabei, habe da einen 1-jährigen individuell auf meinen B12-Pegel angepassten Behandlungsplan stehen und werde danach mal schauen, wie es aussieht.

Geholfen haben mir gegen Energielöcher etc. pp. auch hochdosierte B12-Tabletten (in Form von Cyanocobalamin) – immer nur für kurze Zeit allerdings, daher nu in Konsequenz die Injektions-Kur.

Magnesium
Typisch für einen Magnesiummangel + bei mir ca. 2006-2007 aufgetreten:
Waden- & Fußkrämpfe, Lidzucken, rasche Erschöpfbarkeit, innere Unruhe, kalte Füße, Kopfschmerzen, Mattigkeit / Energielosigkeit, Grübeleien, Taubheitsgefühl in den Händen und Füßen, Herzklopfen & Herzjagen trotz SchilddrüsenUNTERfunktion, Schwächegefühl,Durchblutungsstörungen. (Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Magnesiummangel)

Begonnen habe ich mit dem Magnesium wegen Krämpfen in Füßen und Waden – aber futsch sind letztlich alle oben aufgeführten Beschwerden, und das nicht einhergehend mit der Besserung meiner Schilddrüsenerkrankung, um das gleich mal auszuschließen. ;)

Neben dem Faktor, was man einnimmt, ist natürlich ebenso wichtig, wann und ggf. mit was man es bzw. mit was man es nicht einnehmen sollte.

Außerdem spielt die Art des Magnesiums eine große Rolle. Musste ich von den Drogerie-Tablettchen schon bei o.g. Beschwerden 450-750 mg nehmen, würden da Magnesiumformen mit einer besseren Bioverfügbarkeit – heißt, dass der Körper mehr verwerten kann als bei Präparaten mit schlechterer Bioverfügbarkeit (wie übrigens auch bei so ziemlich allen anderen Nährstoffen) – schon in wesentlich geringerer Dosis ausreichen.

Mit 300-900mg Magnesiumcitrat täglich bin ich mittlerweile dabei, wg. eines chronischen, seit fast 2 Jahren andauernden Kiefer-Rücken-Leidens, und da sind bei mir die Beschwerden wesentlich krasser als 2006-2007 – mit dem Drogerie-Magnesium habe ich quasi keine Wirkung bemerken können!

Nuja, auf die einzelnen Nährstoffe werde ich beizeiten mal tiefer eingehen, jetzt heißts einkaufen, sonst gibts kein Happa. ;)

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