Vorbei ists mit “Farbe bekennen”
Wie ich bereits hier berichtet habe, lief vom 16.5.2009 an ein Jahr lang die Aktion “Farbe bekennen” des Schilddrüsenguide.
Mit der Aktion sollte verdeutlicht werden, dass die Hashimoto-Thyreoiditis, eine chronische Autoimmun-Erkrankung der Schilddrüse, keineswegs bei jedem mal eben, quasi so nebenher und außerdem völlig beschwerdefrei behandelt werden kann.
Geworden sind es zwar nicht die anvisierten 1000 Teilnehmer, aber immerhin stolze 895 Menschen haben mitgemacht.
Umsonst war die Aktion damit auf gar keinen Fall, nur leider waren wohl viele “Miterkrankte” zu schlapp oder die Aktion hatte nicht genügend die Runde gemacht.
Schade war, dass Google von den Aktions-Seiten ausgesperrt war.
Die Auswertung der Aktion im Detail gibt es hier und hier beim Schilddrüsenguide.
Mein Blog ist sogar namentlich als Referer benannt.
Zum 2. Teil der Auswertung möchte ich gern mal meinen Senf abgeben, also…
Mein Senf
Geschlechts-Auswertung
Sie zeigt, was bereits bekannt ist – es erkranken wesentlich mehr Frauen als Männer an der Hashimoto Thyreoiditis.
Oder aber, Frauen gehen einfach häufiger, eher wie auch immer zum Art mit Beschwerden. Denn mein Mann z.B. hatte diverse Beschwerden, die auf eben die HT hindeuteten, ging im Endeffekt aber erst rund 1 Jahr nach meiner Diagnose damit zum Arzt.
Da stellt sich für mich die Frage: Wäre er überhaupt drauf gekommen, wenn ich nicht auch erkrankt wäre…? Er hatte die Beschwerden bis dahin als “Nix” abgetan, sie teils nicht einmal wahrgenommen.
Alters-Auswertung
Da habe ich auf den ersten Blick doch etwas gestaunt – ich hätte bei einer Aktion im Internet mit einem höheren Schnitt an jüngeren Erkrankten gerechnet.
Erklärt sich aber, wenn man mal kurz drüber nachdenkt, vermutlich dadurch, dass viele Beschwerden einer Schilddrüsenfehlfunktion bei Teenagern als temporäre Zipperlein wegen des pubertären Hormonchaos abgetan werden oder aber so manch Teenie wird, wie ich schon mehrfach im Internet lesen musste, schlicht nicht ernst genommen mit seinen Beschwerden.
Symptom-Auswertung
Diese halte ich leider aufgrund der Vorgehensweise für keineswegs repräsentativ – es sollten eine handvoll der ärgsten Symptome an den Schilddrüsenguide gemailt werden.
Klar, die Initiatioren wollten den Aufwand der ehrenamtlichen Tätigkeit überschaubar halten, aber so gibt es eben eines nicht: Eine repräsentative Symptom-Auswertung.
Eine Idee wäre gewesen, ein paar Freiwillige zu Admins für den Aktions-Auswertungsbereich zu ernennen, so hätten die Teilnehmer jedenfalls alle aktuellen Symptome mailen können, sodass diese in die Auswertung hätten einfließen können.
Nach dem Ist-Stand schaut es aus, als hätten z.B. 438 Teilnehmer nicht an Müdigkeit und Erschöpfung gelitten – Fakt ist aber, sie haben es nicht als eines der markantesten ihrer bei Teilnahme vorhandenen Beschwerden angesehen – ob sie es nu hatten oder nicht, darüber sagt die Auswertung der Aktion leider nichts aus.
Mein Bekenner-Fazit
Die Aktion hat eines mit Sicherheit gezeigt: Dass die HT kein Kinderkram ist, die Behandlung kein Spaziergang.
Ein dickes Lob & ein ebenso dickes Danke an die Initiatoren, auch trotz meines Kritikpunktes!
