Wenns die Milch macht…

Et voila, da mir ja mit meinen bereits vorhandenen Zipperlein – kurz: Hashimoto-Thyreoiditis, div. Nährstoffmängel, Kiefer-Rückenbeschwerden – langweilig werden könnte, gesellte sich kürzlich nun auch offiziell eine Laktoseintoleranz (kurz LI im Folgenden) ins chaoskoepp’sche Kränkel-Portfolio hinzu.

Bereits 2008 habe ich aufgrund diverser Magen-Darm-Beschwerden – Schmerzen, Blähungen, plötzliche Durchfälle etc. pp. – einen LI-Test bei einem Gastroenterologen machen lassen – in Form eines Atemtests.

Der fiel trotz massiver Beschwerden – Kopfschmerzen, Schlappheit/Müdigkeit, sinöchtbar aufgedunsener Bauch etc. – schon kurze Zeit nach Trinken der Testlösung laut der Ärztin, bei der ich die Besprechung hatte, negativ aus, auch Durchfall im Laufe des weiteren Tages interessierte.

Vermutlicher Grund dafür, wie ich später erfuhr und wie es der jetzige Gastroenterologe ebenfalls betonte: Atemtests sind viel zu fehleranfällig – etliche äußere Einflüsse können das Testergebnis verfälschen.

In ganz Paderborn führt dennoch eine einzige von 3 gastroenterologischen Praxen den LI-Test  in Form eines Bluttests durch.

Auch ein Selbsttest mit 1,5l Milch im Laufe eines vlt. halben Tages machte mir keinerlei Beschwerden – und so tat ich eine LI als potentiellen Verursacher als erledigt und die Auswirkungen des Atemtests bzw. der Trinklösung als Zufall ab.

Da ich die Beschwerden auch nicht permanent und meist nicht allzu intensiv hatte, blieb ich im Wust zwischen Ausbildung + anderweitigen gesundheitlichen Zipperlein nicht wirklich am Ball, was das Thema angeht.

Als Anfang 2010 aber wieder die gleichen Beschwerden aufkamen und diesmal a. über einen längeren Zeitraum und b. teils stärker auftraten, holte ich mir vor einiger Zeit einen Termin für einen Bluttest.

Ergebnis nach 2-stündigem Bluttest (nüchtern + dann in 30 Min-Schritten nach Trinken der Lösung ein bissle Blut ausm Finger lassen) + trotz Termin weiteren rund 75 Minuten Wartezeit auf nüchternen Magen: Wenns hoch kommt 5 Minuten Arztgespräch, in denen es schlicht hieß

  • Diagnose LI gesichert
  • ob ich Laktose dann in Schubphasen meiden wolle, müsse ich selbst wissen, würde ja außer der Beschwerden nix anrichten, keine bleibenden Schäden
  • Laktasetabletten und Konsorten würden rein garnichts bringen

Na doll, da kann ich mir ja mal was einbilden.

Ich hab was Anormales, das eigentlich eher die Normalität ist – denn eine LI ist bei einem erwachsenen Menschen eigentlich eher logisch, ist er in seinem Erwachsenenleben doch nicht mehr auf Milch angewiesen, schon gar nicht auf die von anderen Lebewesen.

Doll, ich bin zwar eh mittlerweile kein großer Fan mehr von “Saufen wir anderen Viechern mal die Milch weg*” – aber mal ehrlich? Diese Reise muss ich mich echt nicht vom deutschen Durchschnitt abheben, nur dieses eine Mal nicht. ;)

* Ich bin keineswegs Vegetarierin. Korrekt finde ich es dennoch nicht, vor allem nicht im heutzutage üblichen Umfang, in dem selbst Wurstwaren mit Milch gestreckt werden, in dem Tabletten meist Laktose enthalten etc. pp..

Sei es drum – nu ist es so.

Fazit: Milch macht müde Ankes müder – oder so. ;)

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